Drei Lieblingsautorinnen: Frauenbilder bei Tartt, Du Maurier und Shafak

Drei Lieblingsautorinnen: Frauenbilder bei Tartt, Du Maurier und Shafak

Klischees können sehr ermüdend sein, sie können aber auch Spaß machen, wenn sie als solche thematisiert werden. Für diese kleine Liste habe ich drei Autorinnen herausgegriffen, die mit Klischees spielen und so Geschlechterstereotype hinterfragen: Daphne Du Maurier, Donna Tartt und Elif Shafak. Mehr lesen

Chirú: Die Mentorin in der eigenen Falle

Chirú: Die Mentorin in der eigenen Falle

Passend zur aktuellen Diskussion über Emmanuel Macrons Ehe mit einer 25 Jahre älteren Frau, die ich unsäglich finde, kaufte ich mir aus Trotz den Roman Chirú von Michela Murgia. Denn der Klappentext kündigte von einer ungleichen Beziehung einer 38-Jährigen zu einem 18-Jährigen. Was sich für mich zuerst wie eine Klischeegeschichte anhörte, entpuppte sich als präzise analysiertes Seelendiagramm einer vielschichtigen Frauenfigur. Mehr lesen

Was liest du? Meine Bücher-Favoriten

Was liest du? Meine Bücher-Favoriten

Tobi von „Lesestunden“ hat gefragt: „Was liest du?“. Der Aufforderung komme ich natürlich gerne nach! Es war wie eine kleine Zeitreise in meine Lesevergangenheit 😊 Ich habe früher sogar ein Tagebuch über meine Lektüren geführt (dazu bin ich mittlerweile zu faul), und darin mal wieder herumzublättern, war sehr interessant. Ich habe festgestellt: Meine Anglophilie ist noch stärker ausgeprägt als gedacht 😉 Und zweitens: Donna Tartt bleibt meine Heldin.

Mehr lesen

Tote Mädchen lügen nicht: Das seltsame Unglück, ein Teenager zu sein

Tote Mädchen lügen nicht: Das seltsame Unglück, ein Teenager zu sein

Den Jugendroman Tote Mädchen lügen nicht (Thirteen Reasons Why im Original) hätte ich beinahe nicht zu Ende gelesen. Das Durchhalten hat sich am Ende aber doch gelohnt. Der Roman erzählt vom seltsamen Unglück, ein Teenager zu sein und von einem schmerzhaften „Coming of Age“. Mehr lesen

Die nervigsten Frauenfiguren im Film

Die nervigsten Frauenfiguren im Film

Manchen weiblichen Filmcharakteren möchte ich nur ins Gesicht schlagen. Und das nicht nur, weil sie schlechte Klischees bedienen. Sie stehen der Handlung im Weg, zerstören jeden Spannungsaufbau und sind einfach nur: die nervigsten Frauenfiguren der Filmgeschichte. Man fragt sich, warum die verantwortlichen Regisseure so schlechte Drehbücher oder schauspielerische Leistungen durchgehen ließen. Meine Top 4 der weiblichen Nervensägen aus dem Hollywood-Film. Mehr lesen

„Die Geschichte eines neuen Namens“ – Ein Coming of Age durch Gewalt

„Die Geschichte eines neuen Namens“ – Ein Coming of Age durch Gewalt

Die Geschichte eines neuen Namens ist der zweite Band der gefeierten „Neapolitanischen Saga“. (Lest gerne meinen Beitrag zu Band 1, Meine geniale Freundin.) Wurde im ersten Band noch die Kindheit der Protagonistinnen beschrieben, geht es jetzt um ihr junges Erwachsenenalter – und damit ist es auch vorbei mit den schönen Illusionen. Lila und Lenù sind in einer Gesellschaft voller Gewalt aufgewachsen, werden jetzt aber voll damit konfrontiert. So erzählt Die Geschichte eines neuen Namens auch die Geschichte des Protests von zwei jungen Frauen gegen die physische und psychische Gewalt ihrer Umgebung. Mehr lesen

Sherlock: Eine sexistische Serie?

Sherlock: Eine sexistische Serie?

Dieser Artikel fällt mir nicht ganz leicht, weil ich ein großer Fan von BBC’s Sherlock bin. Dennoch gehen mir einige Gedanken im Kopf herum, die mich nicht mehr loslassen. Ist bei Sherlock Frauenfeindlichkeit ein Thema? Wie werden Frauenfiguren charakterisiert? Besonders durch das Auftauchen von Euros Holmes, der Schwester von Sherlock und Mycroft, wird das Sexismus-Thema in der Serie wieder brisant, wie ich finde. Deshalb werde ich auch auf das Finale der vierten Staffel, The Final Problem, etwas tiefer eingehen als auf andere Episoden. SPOILER-Alarm für alle, die Staffel 4 noch nicht gesehen haben. Mehr lesen

„Meine geniale Freundin“: Die beste Freundin als Alter Ego

„Meine geniale Freundin“: Die beste Freundin als Alter Ego

Der Roman Meine geniale Freundin von Elena Ferrante hat mich gleich zweifach berührt: Es ist zum einen eine intelligente, psychologisch interessante „Coming of Age“-Geschichte zweier Mädchen. Zum anderen schafft der Roman es, einen schmerzhaften Emanzipationsprozess nachzuzeichnen. Und ich meine Emanzipation im tiefsten Sinne des Wortes, denn die Handlung spielt im frauenfeindlichsten Machoumfeld, das man sich vorstellen kann: Im Neapel der 50er Jahre. Mehr lesen