Sherlock: Eine sexistische Serie?

Sherlock: Eine sexistische Serie?

Dieser Artikel fällt mir nicht ganz leicht, weil ich ein großer Fan von BBC’s Sherlock bin. Dennoch gehen mir einige Gedanken im Kopf herum, die mich nicht mehr loslassen. Ist bei Sherlock Frauenfeindlichkeit ein Thema? Wie werden Frauenfiguren charakterisiert? Besonders durch das Auftauchen von Euros Holmes, der Schwester von Sherlock und Mycroft, wird das Sexismus-Thema in der Serie wieder brisant, wie ich finde. Deshalb werde ich auch auf das Finale der vierten Staffel, The Final Problem, etwas tiefer eingehen als auf andere Episoden. SPOILER-Alarm für alle, die Staffel 4 noch nicht gesehen haben. Mehr lesen

„Meine geniale Freundin“: Die beste Freundin als Alter Ego

„Meine geniale Freundin“: Die beste Freundin als Alter Ego

Der Roman Meine geniale Freundin von Elena Ferrante hat mich gleich zweifach berührt: Es ist zum einen eine intelligente, psychologisch interessante „Coming of Age“-Geschichte zweier Mädchen. Zum anderen schafft der Roman es, einen schmerzhaften Emanzipationsprozess nachzuzeichnen. Und ich meine Emanzipation im tiefsten Sinne des Wortes, denn die Handlung spielt im frauenfeindlichsten Machoumfeld, das man sich vorstellen kann: Im Neapel der 50er Jahre. Mehr lesen

Detektivin Anna Kronberg in „Teufelsgrinsen“

Detektivin Anna Kronberg in „Teufelsgrinsen“

Ja, es gibt schon eine unübersehbar große Menge an Sherlock Holmes-Adaptionen. In der Variante von Annelie Wendeberg wird dem viktorianischen Helden trotzdem so viel neues Leben eingehaucht, dass auch eingefleischte Holmes-Fans (wie ich) ihren Spaß an diesem wilden Spiel mit Conan Doyle-Motiven haben können. Das Beste ist hier nämlich: Eine tolle, mutige Frauenfigur bietet dem Detektiv die Stirn. Mehr lesen

Leona Lindberg: Wenig überzeugende Fortsetzung

Leona Lindberg: Wenig überzeugende Fortsetzung

Dem Fortsetzungs-Krimi rund um die toughe Polizistin Leona Lindberg ist leider die Puste ausgegangen. In Band 1 schauten wir einer zutiefst widersprüchlichen Figur über die Schulter und erlebten so eine ohnehin sehr rasante Krimihandlung aus ungewöhnlicher Perspektive. Band 2 badet lieber in Klischees und Platitüden.
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„Coming of Age“: Sansa Stark (Teil 2)

„Coming of Age“: Sansa Stark (Teil 2)

Nachdem Sansa Stark auf der Eyrie angekommen ist, beginnt für sie ein wichtiger Prozess des Erwachsenwerdens. Littlefinger hilft ihr, sich von ihrer Opferrolle zu befreien. Gleichzeitig birgt die seltsame Vater-Tochter-Beziehung zwischen ihr und ihrem Mentor neue Gefahren. Ihr erstes Zusammentreffen mit Harrold Hardyng zeigt schließlich, wie weit sich Sansa von der verträumten, verzogenen Göre weg entwickelt hat.

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„Coming of Age“: Sansa Stark (Teil 1)

„Coming of Age“: Sansa Stark (Teil 1)

Wenn schon „Game of Thrones“ in diesem Blog, dann Daenerys Targaeryen, werden sich sicher viele Serien- oder Buch-Fans unter euch denken. Tatsächlich halte ich Sansa Stark für die meistunterschätzte Figur aus der Reihe. Ihre Geschichte zeigt eine starke Frauenfigur, die auf der Suche nach ihrer Identität lernt, sich zu emanzipieren, auf viele verschiedene Arten. Danerys‘ Figur ist ziemlich schnell am Ende ihres Entwicklungsprozesses angekommen, was sie uninteressant macht. Bei Sansa liegt der Fall anders. Außerdem erzählt George R. R. Martin ihr „Coming of Age“ vom naiven Mädchen zur jungen Frau so einfühlsam, wie ich es einem männlichen Autor kaum zugetraut hätte – allein deshalb ist sie eine Betrachtung wert.

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