Vom Podest in die Hölle: Frauenfiguren bei Sherlock Holmes

Vom Podest in die Hölle: Frauenfiguren bei Sherlock Holmes

Sie fallen weniger auf, sind aber da und spielen eine nicht unwichtige Rolle: Frauenfiguren in den Sherlock-Holmes-Stories. Bei näherer Betrachtung kann man hinter all den verzweifelten Klientinnen des Meisterdetektivs interessante Schlüsse auf das Frauenbild der viktorianischen Epoche ziehen. Welche Funktionen die Frauenfiguren im Holmes-Universum einnehmen, warum die Figur der Irene Adler bis heute fasziniert und wie bekannte Frauenfiguren in Adaptionen verändert werden, versuche ich aufzuschlüsseln. (Entschuldigt, bei dieser zweiten Runde #bakerstreetblogs bin ich etwas eskaliert. Aber das Thema ist einfach ausufernd – allein zu Irene Adler könnte ich problemlos einen eigenen Artikel füllen. Schaut später auch zu Karos Artikel zu Professor Moriarty rein.)

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„Ida“ von Katharina Adler – Buchgespräche in Münchner Kneipen

„Ida“ von Katharina Adler – Buchgespräche in Münchner Kneipen

Offensichtlich ist es zu früh, um an einem Samstag in Bahnhofsnähe eine Kneipe zu finden. Die ganze Welt pilgert zum Day-Drinking in billigen Lederhosen und Plastik-Dirndln zur Wiesn, aber wir müssen uns noch gedulden, bis das Cucurucu öffnet. Zeit, um über alles Nicht-Literarische zu sprechen.
Den Barkeeper stört es aber letztendlich doch nicht, dass wir uns schon mal reinsetzen. Ehrliche Freundlichkeit in der Wiesn-geplagten Stadt in Kombination mit sagenhafter Musikauswahl. Wir sind jetzt schon große Fans.

Auch von unserer Lektüre? Diesen Monat haben wir Katharina Adlers Roman „Ida“ gelesen. Es ist die Geschichte der Urgroßmutter der Autorin, die der Welt als Freuds Fall „Dora“ bekannt ist. Vor einigen Monaten – noch vor Erscheinungstermin – haben wir die Autorin bei der Veranstaltungsreihe „Atelier Monaco“ in der Monacensia gesehen. Die Lesung hat uns so begeistert, dass wir das Buch direkt nach dem Erscheinungstermin auf die To-Read-Liste gesetzt haben.

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Nichts geht über das Original: 6 Gründe, heute noch Sherlock Holmes zu lesen

Nichts geht über das Original: 6 Gründe, heute noch Sherlock Holmes zu lesen

The game is on! – ab heute geht die Aktion #bakerstreetblogs von fiktion fetzt und meiner Wenigkeit los! Zum Auftakt möchte ich euch zunächst die Aktion erklären und dann zum Lesen der originalen Sherlock-Holmes-Geschichten animieren. Sie begleiten mich nämlich seit meiner Kindheit und stehen zu Unrecht im Schatten von Sherlock, Elementary & Co.

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Meine 3 Helden von der Frankfurter Buchmesse 2018: Margarete Stokowski, Volker Kutscher und Jennifer Clement

Meine 3 Helden von der Frankfurter Buchmesse 2018: Margarete Stokowski, Volker Kutscher und Jennifer Clement

Diese drei Menschen aus der Literaturszene haben mich bei der Frankfurter Buchmesse 2018 begeistert: Margarete Stokowski, Volker Kutscher und Jennifer Clement. Ihr Lieben, an dieser Stelle kommt nur ein kleiner Ausschnitt meiner Highlights, weil ich noch mit anderen Beiträgen beschäftigt bin. Highlights persönlicher Art (z.B. Franzi, Karo, Mareike und viele andere Blogger (wieder) zu sehen) nehme ich dieses Mal aus.

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„Was ist schon typisch Mädchen?“ von Holly Bourne – Der Kampf gegen Alltagssexismus

„Was ist schon typisch Mädchen?“ von Holly Bourne – Der Kampf gegen Alltagssexismus

Feministischer Aktivismus – nicht gerade ein alltägliches Thema für einen Jugendroman. Aber die Spinster Girls sind ja auch keine alltägliche Buchreihe. Wie cool und erfrischend der politische Kampf gegen Alltagssexismus sein kann, beschreibt Holly Bourne in Was ist schon typisch Mädchen?. Es bleibt nur eine kleine Kritik an der Figurenzeichnung Lotties. Ich denke in meiner Rezension außerdem über den Zusammenhang von kognitiver Dissonanz und Feminismus nach. Vielen Dank an den dtv für das Rezensionsexemplar.

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Coming-of-Age-Geschichten – zwischen Gefühlsverwirrung und Sinnsuche

Coming-of-Age-Geschichten – zwischen Gefühlsverwirrung und Sinnsuche

Zu dieser Liste zum #genretag habe ich erstmal einige Tage überlegen müssen – ich hatte Lust, etwas zu schreiben, und ich kann auch ein, zwei Genres aufzählen, die ich mag, so ein richtiger „Genre-Leser“ bin ich trotzdem nicht. Bei Krimis lese ich z.B. nur „Whodunnits“ und wenn ich mal zum YA-Roman greife, muss er eher genre-untypisch sein.

Ich stehe auf Entwicklung, auf gut gezeichnete Psychologie von Hauptfiguren, besonders, wenn es junge Charaktere sind. In Coming-of-Age-Geschichten fließt dies meist auf spannende Art zusammen. Danke an Elena von „Gedankenfunken“ fürs Nominieren!

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Zum Bloggeburtstag: Die Zahl 2 in der (Pop-)Kultur

Zum Bloggeburtstag: Die Zahl 2 in der (Pop-)Kultur

Zum zweijährigen Bloggeburtstag von Ant1heldin dreht sich alles um die Zahl 2! Ich gehe auf meine liebsten Paare, Widersacher und sonstige zweideutige Sachen aus der (Pop-)Kultur ein. Eine völlig ungeordnete Sammlung von Motiven und Werken, die mir gefallen – ich hoffe, sie macht euch  Spaß!

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„Homegoing“ von Yaa Gyasi – Buchgespräche in Münchner Kneipen

„Homegoing“ von Yaa Gyasi – Buchgespräche in Münchner Kneipen

Wir treffen uns im Trumpf und Kritisch an der Münchner Freiheit. Hier sehen die Münchner so aus, wie man sie sich vorstellt, wenn man nicht aus München kommt. Rosa Poloshirts, Kaschmir-Pullover über den Schultern. Wir fallen aus zwei Gründen auf: Wir tragen Buntes und unser Gespräch dreht sich nicht um Geld, heiße Schnitten oder heiße Schlitten. Die drei (Jura?-)Studenten neben uns mustern uns mit Vorsicht.

Wir sind aber so vollkommen begeistert von unserem August-Buch, dass es uns auch egal sein kann. „Homegoing“ von Yaa Gyasi gehört, wie wir beide feststellen, zu den besten Büchern, die wir seit Langem gelesen haben. Es fehlt nicht viel zur Schnappatmung, so viel wollen wir so schnell dazu sagen.

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„The Bell Jar“ – Buchgespräche in Münchner Kneipen

„The Bell Jar“ – Buchgespräche in Münchner Kneipen

Zu unserer ersten Buchbesprechung, die wir aufzeichnen, treffen wir uns im Münchner Glockenbachviertel nach Feierabend. Es ist schweine-heiß. Wir steuern die „Schnelle Liebe“ an, setzen uns an einen kleinen Tisch draußen. Das Wichtigste zuerst: Weißweinschorle. Dann Smalltalk über Relevantes und weniger Relevantes. Das vorherrschende Gefühl: Wir treffen uns viel zu selten. Eigentlich sind wir aber nicht zum Spaß hier, vor uns liegen Notizen und zwei Ausgaben von Sylvia Plaths „The Bell Jar“. Ein stark autobiografischer Roman, der kurz vor Plaths Suizid das erste Mal erschien. Darin sieht sich Esther Greenwood im Amerika der frühen Sechziger mit Fragen der Identität als Frau, gesellschaftlichen Erwartungen und dem Druck der patriarchalen Welt konfrontiert.

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„Du wolltest es doch“: Was der Sexismus aus uns Frauen macht

„Du wolltest es doch“: Was der Sexismus aus uns Frauen macht

Über den Jugendroman Du wolltest es doch wurde jetzt schon viel in der Bloggersphäre diskutiert. Dabei haben die meisten Rezensentinnen betont, dass das Buch wichtig sei, OBWOHL die Protagonistin so unsympathisch ist. Ich würde weiter gehen und sagen, das Buch ist wichtig, WEIL die Protagonistin ein selbstsüchtiges Miststück ist. Es geht nicht (nur) darum, Mitleid mit einem unsympathischen Mädchen zu wecken, dem die Schuld an seiner Vergewaltigung gegeben wird. Der Text macht vielmehr einen Rundumschlag. Er zeigt eine unaufhaltsame Kettenreaktion aus Sexismus, Tabuisierung weiblicher Sexualität, weiblichem Konkurrenzdenken und rape culture auf, die so auch außerhalb von Fiktion tagtäglich in unserer westlichen, modernen Gesellschaft stattfindet.

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