Die Geschichte der getrennten Wege: Vom Mann produziert sein

Die Geschichte der getrennten Wege: Vom Mann produziert sein

Der dritte Band der „neapolitanischen Saga“, Die Geschichte der getrennten Wege, erzählt von der Identitätskrise der Ich-Erzählerin Elena Greco. In den politisch chaotischen siebziger Jahren spiegeln die gesellschaftlichen Umwälzungen – zum Beispiel der aufkommende Feminismus – die Erschütterung von Elenas Weltbild wider. Und Lila? Die wird für Elena (und den Leser) immer rätselhafter, je mehr sich die beiden Freundinnen voneinander entfernen. Mehr lesen

Tote Mädchen lügen nicht: Das seltsame Unglück, ein Teenager zu sein

Tote Mädchen lügen nicht: Das seltsame Unglück, ein Teenager zu sein

Den Jugendroman Tote Mädchen lügen nicht (Thirteen Reasons Why im Original) hätte ich beinahe nicht zu Ende gelesen. Das Durchhalten hat sich am Ende aber doch gelohnt. Der Roman erzählt vom seltsamen Unglück, ein Teenager zu sein und von einem schmerzhaften „Coming of Age“. Mehr lesen

„Die Geschichte eines neuen Namens“ – Ein Coming of Age durch Gewalt

„Die Geschichte eines neuen Namens“ – Ein Coming of Age durch Gewalt

Die Geschichte eines neuen Namens ist der zweite Band der gefeierten „Neapolitanischen Saga“. (Lest gerne meinen Beitrag zu Band 1, Meine geniale Freundin.) Wurde im ersten Band noch die Kindheit der Protagonistinnen beschrieben, geht es jetzt um ihr junges Erwachsenenalter – und damit ist es auch vorbei mit den schönen Illusionen. Lila und Lenù sind in einer Gesellschaft voller Gewalt aufgewachsen, werden jetzt aber voll damit konfrontiert. So erzählt Die Geschichte eines neuen Namens auch die Geschichte des Protests von zwei jungen Frauen gegen die physische und psychische Gewalt ihrer Umgebung. Mehr lesen

„Meine geniale Freundin“: Die beste Freundin als Alter Ego

„Meine geniale Freundin“: Die beste Freundin als Alter Ego

Der Roman Meine geniale Freundin von Elena Ferrante hat mich gleich zweifach berührt: Es ist zum einen eine intelligente, psychologisch interessante „Coming of Age“-Geschichte zweier Mädchen. Zum anderen schafft der Roman es, einen schmerzhaften Emanzipationsprozess nachzuzeichnen. Und ich meine Emanzipation im tiefsten Sinne des Wortes, denn die Handlung spielt im frauenfeindlichsten Machoumfeld, das man sich vorstellen kann: Im Neapel der 50er Jahre. Mehr lesen

„Coming of Age“: Sansa Stark (Teil 2)

„Coming of Age“: Sansa Stark (Teil 2)

Nachdem Sansa Stark auf der Eyrie angekommen ist, beginnt für sie ein wichtiger Prozess des Erwachsenwerdens. Littlefinger hilft ihr, sich von ihrer Opferrolle zu befreien. Gleichzeitig birgt die seltsame Vater-Tochter-Beziehung zwischen ihr und ihrem Mentor neue Gefahren. Ihr erstes Zusammentreffen mit Harrold Hardyng zeigt schließlich, wie weit sich Sansa von der verträumten, verzogenen Göre weg entwickelt hat.

Mehr lesen

„Coming of Age“: Sansa Stark (Teil 1)

„Coming of Age“: Sansa Stark (Teil 1)

Wenn schon „Game of Thrones“ in diesem Blog, dann Daenerys Targaeryen, werden sich sicher viele Serien- oder Buch-Fans unter euch denken. Tatsächlich halte ich Sansa Stark für die meistunterschätzte Figur aus der Reihe. Ihre Geschichte zeigt eine starke Frauenfigur, die auf der Suche nach ihrer Identität lernt, sich zu emanzipieren, auf viele verschiedene Arten. Danerys‘ Figur ist ziemlich schnell am Ende ihres Entwicklungsprozesses angekommen, was sie uninteressant macht. Bei Sansa liegt der Fall anders. Außerdem erzählt George R. R. Martin ihr „Coming of Age“ vom naiven Mädchen zur jungen Frau so einfühlsam, wie ich es einem männlichen Autor kaum zugetraut hätte – allein deshalb ist sie eine Betrachtung wert.

Mehr lesen

Folgen auf Wordpress.com

Meine neuesten Posts in deinem Wordpress-Reader: