Die Brontë-Schwestern: Feministischer Kult um drei Außenseiterinnen

Die Brontë-Schwestern: Feministischer Kult um drei Außenseiterinnen

Neben Jane Austen sind es die Brontë-Schwestern, die als größte weibliche Klassiker der englischen Literaturgeschichte gefeiert werden. Das zeigt sich nicht zuletzt auch an der Vereinnahmung ihrer Romane durch die Popkultur: Es gibt bis heute unzählige Adaptionen und Parodien ihrer Werke, während nettes Merchandise die Käuferinnen auffordert, sich für „Team Emily“, „Team Anne“ oder „Team Charlotte“ zu entscheiden. Ich versuche, die Faszination der drei Pfarrerstöchter aus Yorkshire über ihren Klassiker-Status hinaus zu ergründen. Wer waren sie? Worüber schrieben sie? Taugen sie als leuchtendes Beispiel des frühen Feminismus?

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„Ein Krokodil für Mma Ramotswe“, der „Wohlfühl“-Krimi und das Hay Festival

„Ein Krokodil für Mma Ramotswe“, der „Wohlfühl“-Krimi und das Hay Festival

Das Hay-Festival hat mich auf den Autor Alexander McCall Smith und seine Krimireihe zur botswanischen Detektivin „Mma Ramotswe“ aufmerksam gemacht. Was mir am ersten Band der Reihe, Ein Krokodil für Mma Ramotswe (im Original: The No. 1 Ladies‘ Detective Agency), so gut gefallen hat, möchte ich euch hier berichten, und wie mein Eindruck vom Autor selbst war, den ich auf dem Festival im Interview gesehen habe. Nur so viel vorweg: Meine Scheu, Live-Auftritte von Autoren anzusehen, hat sich bestätigt.

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Meine liebsten YA-Heldinnen und ihr Umgang mit Genre-Klischees

Meine liebsten YA-Heldinnen und ihr Umgang mit Genre-Klischees

Ich bin normalerweise keine große YA-Leserin, weil das Genre doch schon sehr von Klischees bestimmt ist, die sich selten mal ein Autor oder eine Autorin zu durchbrechen traut. Darum hier drei Beispiele von gelungenen Jugendbüchern, die zwar auch mal auf alt bekannte Motive zurückgreifen, diese aber so erfrischend umsetzen, dass der Mangel an Originalität verzeihlich ist. Wichtig war mir, dass die YA-Heldinnen der Bücher nicht in der „damsel-in-distress“-Rolle verharren. In der Liste ist eine alte Bekannte, der ich noch einen neuen Aspekt abzugewinnen versuche, sowie zwei relativ unbekannte Reihen, die ich jedem ans Herz legen möchte.

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Vergewaltigung als Vorgeschichte von Ermittlerinnen: Ein Kampf gegen die rape culture?

Vergewaltigung als Vorgeschichte von Ermittlerinnen: Ein Kampf gegen die rape culture?

Lisbeth Salander, Jessica Jones und Robin Griffin (Top of the Lake) sind nur drei aktuelle(re) Beispiele, die zeigen: Die weibliche Detektivin oder Ermittlerin hat in der Popkultur nicht nur gegen eine männerdominierte Berufswelt, sondern meist auch mit einer sexuell traumatischen Vergangenheit zu kämpfen. Mich hat interessiert, warum das so ist und ob die Vergewaltigung als Vorgeschichte wirklich der Kritik an sexueller Gewalt dient.

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Scarlett O’Hara als feministisches Vorbild: So unsympathisch, so großartig

Scarlett O’Hara als feministisches Vorbild: So unsympathisch, so großartig

Aus einer frühen Lese-Erfahrung wurde eine lebenslange „Liebschaft“: Die unsympathische Romanheldin Scarlett O’Hara begleitet mich schon seit meinem zwölften Lebensjahr. Ich beschreibe, warum Scarletts Coming-of-Age bis heute so einen großen Eindruck auf mich macht, warum ich sie für ein feministisches Vorbild halte und welche Aspekte des Romans Vom Winde verweht ich heute problematisch sehe. Dabei greife ich vor allem die Themen Rassismus und rape culture heraus. Dieser Artikel erschien zuerst in etwas kürzerer Form als Gastbeitrag bei Geekgeflüster.

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Die Geschichte des verlorenen Kindes: Schreiben als Waffe und Huldigung

Die Geschichte des verlorenen Kindes: Schreiben als Waffe und Huldigung

Nach dem Ende der neapolitanischen Saga steht vor allem eins fest: Dieser Romanzyklus lässt keinen Stein auf dem anderen. Die Gleichberechtigung der Frau, der Kampf gegen die Camorra, das Problem der „richtigen“ Mutterschaft: In Die Geschichte des verlorenen Kindes setzen sich Lenù und Lila mit ihren schwersten Konflikten auseinander. Eine Rezension in vier Punkten – keine Angst, alles spoilerfrei.

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Die „ideale“ Buchbesprechung? – Anregungen von der Leipziger Buchmesse 2018

Die „ideale“ Buchbesprechung? – Anregungen von der Leipziger Buchmesse 2018

Buchblogger definieren sich, ganz klar, über ihre Buchbesprechungen, damit wollen sie gesehen werden und dafür geht oft der meiste Arbeitsaufwand drauf. Die Podiumsdiskussion „Die wunderbare Welt der Buchblogs“ auf der Leipziger Buchmesse 2018 mit drei lieben Bloggerkolleginnen hat mich dazu angeregt, ein paar Gedanken auszuformulieren, die mir schon länger im Kopf herumgehen. Gibt es eine „ideale“ Rezension?

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Jessica Jones Staffel 1: Alles Antihelden

Jessica Jones Staffel 1: Alles Antihelden

Jessica Jones in Staffel 1: Antiheldin, Opfer oder Täterin? Kurz vor dem Start von Staffel 2 möchte ich einen Blick auf die fulminante erste Staffel der Netflix-Originals-Serie werfen. Hier werden nicht nur einige traditionelle Erzählmotive zugunsten eines feministischen Blickwinkels verändert. Die Serienmacher wenden einige erzählerische Kniffe an, um den Zuschauer emotional aufs Glatteis zu führen. Diese Serie vergisst man so schnell nicht mehr.

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Femme fatale: Kein Sex, nur Freiheit, bitte!

Femme fatale: Kein Sex, nur Freiheit, bitte!

„Carmen“ ist der berühmteste Prototyp, sie wurde von Nicole Kidman, Eva Green, Marlene Dietrich und Penelope Cruz gespielt und kam schon bei Homer unter dem Namen Sirene vor: Gemeint ist die femme fatale, der berühmte Frauentypus des Vamps. Alles olle Kamellen? Nein, es gibt auch heute noch interessante Neuauflagen der „Männerzerstörerin“! Eine Liste meiner liebsten femme-fatale-Vertreterinnen.

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Westworld: Auf der Suche nach weiblichem Bewusstsein

Westworld: Auf der Suche nach weiblichem Bewusstsein

Eine knallharte Zivilisationskritik in Form von vergewaltigten, verstümmelten Robotern: Die Serie Westworld erzählt von einem Vergnügungspark, in dem die menschlichen Gäste ihre niedrigsten Triebe an den künstlichen Gastgebern ausleben. Bis zwei Roboterfrauen beginnen, aufzubegehren. Mein Eindruck von der gehypten Science-Fiction-Serie, die es wagt, einen Emanzipationsprozess von weiblichen Robotern zu beschreiben, dabei aber nicht immer klischeefrei vorgeht. Keine Angst, ich versuche, Spoiler weitestgehend zu vermeiden und nur Andeutungen zu machen.

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