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Feministische Serien-Empfehlungen, Teil 2: „Fleabag“, „Big Little Lies“ & Co.

Es wird wieder Zeit für feministische Serien-Empfehlungen bei Ant1heldin! Neben aktuellen Formaten wie Fleabag und Big Little Lies geht Teil 2 dieser Artikelreihe auch auf den Klassiker Mad Men ein (der nicht nur von Machomännern, sondern auch von ganz wunderbaren Frauencharakteren handelt!). Diese kleine Bestandsaufnahme zeigt: Zuschauerinnen sind weiterhin hungrig nach Inhalten, die weibliche Sexualität, weibliche Rollenbilder und Gewalt gegen Frauen auf realistische Weise darstellen. Das tun die folgenden Empfehlungen auf ganzer Bandbreite. Viel Spaß beim Stöbern!

Big Little Lies (bei Sky, 2017-2019)

Darum geht’s: Die erste Staffel von Big Little Lies basiert auf dem gleichnamigen Roman von Liane Moriarty. Handlungsort ist ein reicher Vorort in Kalifornien, äußerlich idyllisch … bis ein Mord passiert! Zu den Verdächtigen gehören: die gelangweilten Kleinstadt-Mütter und -Ehefrauen Madeline Mackenzie (Reese Witherspoon) und Celeste Wright (ein wahnsinniges Comeback von Nicole Kidman!). Die beiden freunden sich mit der gut zehn Jahre jüngeren Jane Chapman (Shailene Woodley), einer Single-Mutter, an und nehmen sie unter ihre Fittiche. Bald stellt sich heraus: Jede der Frauen hat ihre Geheimnisse, und die lassen sich jetzt nicht mehr unter den Teppich kehren. Die Elemente von Gesellschafts-Satire, Frauen-Psychogramm und Thriller halten sich ganz hervorragend die Waage.

Feministischer Anspruch, weil: Big Little Lies ist konsequent aus weiblicher Perspektive erzählt. Alle Männerfiguren sind Typen (z.B. der Hipster-Ehemann von Madeline), es handelt sich also um eine genaue Umkehr des sonst gängigen Erzählmusters, bei dem der männliche Protagonist gut auserzählt wird, die weiblichen Figuren aber auf Rollenmuster wie „das niedliche love interest“ oder „die Mutter“ beschränkt sind. Es werden universelle Probleme von Frauen thematisiert, die so überall, nicht nur im schicken Monterey, vorkommen könnten: z.B. dass es immer noch vor allem „Frauensache“ ist, sich zwischen Job und Kindern zu zerreißen und dass auf Väter nie der Verdacht fällt, sie könnten sich zu viel oder zu wenig um ihre Kinder kümmern. Das alles ist ein bisschen überzogen dargestellt (z.B. Laura Dern als karikaturhafte „Karriere-Mum“, die bei Google arbeitet), trifft den Kern der Konflikte aber auf den Punkt. Im Laufe der Handlung wird die Thematisierung von rape culture immer wichtiger. Trigger-Warnung: Es gibt einige dramatische Enthüllungen und Flashbacks. Ein gutes Beispiel dazu ist vor allem Celeste (Nicole Kidman). Sie lebt in einer toxischen Beziehung und kämpft damit, sich überhaupt einzugestehen, wie schlecht ihr Mann sie behandelt („I am not the victim here.“).

Ein kleiner Negativpunkt der Serie: Es geht nur um einen kleinen privilegierten Kosmos von weißen hetero-Frauen. Das wird in der zweiten Staffel (die über die Handlung des Romans hinausgeht) am Rande angeprangert, als die Mutter von Zoe Kravitz‘ Figur (einzige PoC in der Serie) zu Besuch kommt und ausspricht, was man sich schon lange gedacht hat: die reichen Vorstädtler haben noch nie eine nicht-weiße Person gesehen.

Besonderheit: Big Little Lies ist ein Krimi, bei dem erst am Ende klar wird, wer ermordet wurde! Es ist ziemlich schwer, dieser Aufklärungs-Spannung zu widerstehen. Die ganze erste Staffel über werden Zeugenverhöre zwischen die eigentlichen Handlungsteile geschnitten, die als Kommentare zu den einzelnen Figuren dienen. Wer das Mordopfer ist, wird allerdings erst ganz am Schluss enthüllt, ebenso das Mordmotiv. Es werden aber immer wieder „red herrings“ eingestreut, um die Zuschauer gut miträtseln zu lassen.

Sex Education (bei Netflix, 2019)

Darum geht’s: Der schüchterne Teenager-Junge Otis (Asa Butterfield) ist ziemlich verklemmt, aber einfühlsam und hat durch seine schräge Mutter, eine Sextherapeutin (Gillian Anderson), jede Menge Fachwissen. Deshalb wird er zum inoffiziellen Kummerkasten und Sexberater seiner Mitschüler. Was wie eine billige Teenie-Komödie klingt, ist tatsächlich sehr lustig, nimmt die Probleme der einzelnen Figuren aber zu jedem Zeitpunkt ernst. Sex Education thematisiert mit einem Augenzwinkern all die falschen Annahmen, die unsichere Teenager über ihren Körper, über Sex und ihre Sexualpartner haben. Dabei leistet die Serie nicht nur Aufklärungsarbeit, sie unterhält ganz prima und bestärkt vor allem junge Mädchen zur Selbstermächtigung und zu einem positiven Körperverhältnis.

Feministischer Anspruch, weil: Es gibt wirkliche Vorbilder für junge Mädchen! Angefangen von der coolen Maeve (Emma Mackey), Otis‘ heimlichem Schwarm, bis hin zu Otis‘ Mutter Jean, bietet Sex Education eine ganze Reihe von Frauenfiguren, die lernen, selbstbewusst mit Sex, dem eigenen Verlangen und körperlichen Grenzen umzugehen. Während uns Frauenmagazine einreden, wir müssten die perfekte Porno-Performance für unseren Sexpartner abliefern, wobei unsere eigene Befriedigung keine Rolle spielt, etabliert Sex Education das Bild der sexuell emanzipierten Frau. Ein absoluter Höhepunkt der Serie ist auch die völlig sachliche Thematisierung von Abtreibung, ohne Drama, Klischees und Stigmatisierung.

Besonderheit: Diversität hat in dieser Serie ihren festen Platz, es gibt queere Figuren und PoC. Otis‘ bester Freund Eric (Ncuti Gatwa) ist offen homosexuell. Erics Konflikte mit seinem Vater werden jedoch nie auf seine Sexualität zurückbezogen, sondern auf sein Bestehen darauf, anzuecken, z.B. geschminkt herumzulaufen. Dadurch geht es in der Serie gar nicht darum, jemanden aufgrund seiner Sexualität zu problematisieren, sondern um den Erkenntnisprozess der Eltern, die akzeptieren müssen, dass ihr Sohn eben kein Mitläufer ist. Kleiner Minuspunkt: Eine Figur wird am Ende der ersten Staffel überraschend als queer enthüllt. Hätte die Serie stattdessen die heimlichen Konflikte der Figur von Anfang an thematisiert, wäre eine gute Identifikationsfläche für queere ZuschauerInnen entstanden, die so leider wegfällt.

The Affair (bei Amazon Prime, 2014-2019)

Darum geht’s: Im Luxus-Ferienort Montauk an der US-Ostküste passiert, was passieren muss: die unbeschwerte Alison (Ruth Wilson) verführt den Familienvater Noah (Dominic West), der mit der Midlife Crisis hadert. Schon bald ist Noahs beschauliches Privatleben von Alison bedroht. Doch stopp, war es wirklich so? In der ersten Staffel von The Affair sehen wir immer zwei Perspektiven: einmal die männliche und anschließend dieselbe Geschichte noch einmal aus der weiblichen Sichtweise. Wenn Noah und Alison sich als „point-of-view“-Charaktere abwechseln, werden nicht nur Inkonsistenzen zwischen den beiden Handlungsversionen, sondern auch viele Wunschbilder und Vorurteile gegenüber dem jeweils anderen (meist aber gegenüber dem weiblichen) Geschlecht aufgedeckt. Wer sagt hier die Wahrheit? Und gibt es die überhaupt?

Feministischer Anspruch, weil: Die altbekannte Trope von der leichtfertigen, sexy Verführerin wird demontiert! The Affair legt nämlich den Finger in die Wunde: Wir sehen nur das, was wir sehen wollen. In der Serie geht es aber nicht nur um den ganz normalen Wahnsinn des Datings, die Missverständnisse etc., sondern um eine außereheliche Affäre, die heimlich bleiben muss. Der Perspektivenwechsel verleiht dieser konventionellen Thematik eine überraschende Tragik, und das ist die Stärke von The Affair.

Wo Noah Alison als sexy Vamp sieht, der ihn ganz eindeutig stalkt, um ihn zu verführen, sieht Alison sich als unsichere junge Frau, die mit dem Tod ihres Kindes fertig werden muss, und Noah nur zögerlich Beachtung schenkt. Anders herum wird der zurückhaltende Noah aus seiner eigenen Perspektive zum klaren Initiator der Affäre aus Alisons Sicht. Es wird immer deutlicher: Das Bild der gefährlichen Verführerin, die droht, das Leben des ehrbaren Mannes zu zerstören, ist nur ein Filter, den Noah über Alisons Figur legt. Eine Schutzbehauptung, um weiter das sexistische Vorurteil für sich zu bestätigen, dass es Frauen sowieso immer darauf anlegen, „abgeschleppt“ zu werden.

Sicher ist keine der beiden Erzählstimmen zu 100 % zuverlässig (das liegt an der Natur der Sache). Dennoch ist Alison eine weitaus komplexere Figur, als Noahs Perspektive ihr zu Beginn zugestehen will. Ruth Wilson spielt ihre Zerrissenheit obendrein ganz wunderbar und eindringlich. Der glatte Noah mit seinen – wie man angesichts von Alisons Schmerz finden muss – „Luxusproblemen“ verblasst ihr gegenüber vollkommen.

Besonderheiten: Der Teufel liegt im Detail! Ist die Erzählweise mit der doppelten Perspektive schon ungewöhnlich, so lohnt es sich, bei The Affair auch auf die Kleidung der Figuren, ihre Gestik und Mimik oder das Setting in den jeweiligen Handlungsversionen zu achten. Bei einer entscheidenden Szene, als die Affäre kurz vor dem Beginn steht, trägt Alison aus Noahs Sicht z.B. nur ein knappes Strandkleid und eine offene Wuschelmähne, aus Alisons Sicht jedoch Jeans und einen Zopf. Die Inszenierung enthüllt hier ganz deutlich, wie Noah Alison objektifiziert.

Mad Men (bei Netflix, 2007-2015)

Darum geht’s: Die AMC-Serie Mad Men erzählt von einer Werbeagentur im New York der 60er Jahre. Protagonist ist der glatte Antiheld Don Draper (Jon Hamm), Chef der Kreativabteilung. Neben seiner Entwicklung steht auch die von einigen Frauencharakteren, wie seiner Mitarbeiterin Peggy Olson (Elisabeth Moss), im Fokus. Der Sexismus der 60er ist ein wichtiges Thema über alle sieben Staffeln hinweg. Es gilt jedoch zu unterscheiden: Mad Men ist keine sexistische Serie, sondern eine Serie, die von der damaligen Frauenfeindlichkeit erzählt. Warum, wird gleich klar.

Feministischer Anspruch, weil: Mad Men ist nicht nur eine Serie über die „zweite Welle“ des Feminismus, die Ende der 60er Jahre losgetreten wurde. Wir erleben in den sieben Staffeln der Serie vor allem die Entwicklung dreier sehr unterschiedlicher Frauencharaktere mit. Da ist Peggy Olson, anfangs die naive Sekretärin von Don Draper, die sich zur Werbetexterin hocharbeitet. Da ist selbstverständlich die grandiose Joan Holloway (Christina Hendricks), Chef-Sekretärin in Dons Agentur, die sich zu Beginn der Serie nicht mehr zutraut, als vom herrschenden Frauenideal des hübschen Dummchens Nutzen zu ziehen. Später steht sie für sich ein und wird eine eigenständige Geschäftsfrau. Und da ist die melancholische Betty (January Jones), zu Beginn Ehefrau von Don Draper. Die beschränkte Rolle der braven Vorzeige-Ehefrau macht sie unglücklich. Aber auch sie wagt den Bruch mit der Konvention.

Obwohl all diese Stories vor fast 60 Jahren spielen, ist der Kampf jeder einzelnen Frau nachvollziehbar. Dabei wiederstehen die Autoren der Versuchung, aus Betty, Joan & Co. einfach modern gezeichnete Frauenfiguren zu machen, die mal eben die 60er aufmischen. Nein. Es geht um echte Entwicklungen.

Genau die findet bei den meisten Männerfiguren nicht statt, was sehr gut zur feministischen Botschaft von Mad Men passt. Während alle Frauenfiguren sich emanzipieren und am Ende sogar mehr Screen Time in der Serie haben als die Männer, erscheinen letztere am Ende der siebten Staffel wie traurige Überbleibsel einer vergangenen Ära. Protagonist Don Draper ist, nebenbei gesagt, von den Serienmachern glücklicherweise ambivalenter angelegt. Zwar ein Womanizer und in vielen Situationen herablassend gegenüber Frauen, unterstützt er doch die Emanzipation und den Aufstieg von Peggy (deren Mentor er wird), Joan und nicht zuletzt seiner Tochter Sally (Kiernan Shipka).

Besonderheiten: Mad Men darf als die bis dato am besten geschriebene Serie gelten! Die Plots und Storylines sind sehr literarisch angelegt, viele Folgen können als eigenständige Kurzfilme gesehen werden (z.B. Staffel 1, Folge 3 oder Staffel 2, Folge 4). Wirklich jede Figur ist einzigartig, hat ihre eigene Vorgeschichte und ihre eigene Agenda. Ganz entscheidend ist auch, dass Cliffhanger und Plottwists kaum eine Rolle spielen, es gibt nicht das eine Rätsel, das gelöst werden muss. Mad Men wird (trotz dramatischer Handlungsteile) sehr leise, bisweilen sogar distanziert erzählt (was in Don Draper wirklich vorgeht, wissen wir bis zum Schluss nicht). Und trotzdem wirkt sie so mitreißend. Die aufwendige Ausstattung bewirkt zudem, dass man sich alles immer wieder anschauen möchte – nur, um die stilvolle Zeitreise in die 60er noch einmal zu machen. Passender Soundtrack inbegriffen!

Fleabag (bei Amazon Prime, 2016-2019)

Darum geht’s: Fleabag ist eine Alltagssatire aus dem Leben einer wütenden jungen Frau (Phoebe Waller-Bridge) aus London. Die namenlose Protagonistin unterhält eine Hassliebe zu ihrer neurotischen Schwester Claire (Sian Clifford) und muss sich auch noch mit einem halb trotteligen Vater (Bill Paterson) und einer berechnenden Stiefmutter-in-spe (Olivia Colman) herumschlagen. Während „Fleabag“ (übersetzt etwa „Streunerin“) versucht, ihren Lebensunterhalt mit einem kleinen erfolglosen Café zu bestreiten, wird sie immer wieder heimgesucht von der Trauer für ihre gerade verstorbene beste Freundin „Boo“. Diese Trauer versucht sie, mit unverbindlichem Sex zu vertreiben. In der zweiten Staffel verstrickt sich die Protagonistin noch tiefer in ihrem Schlamassel, als sie sich ausgerechnet in einen katholischen Priester (Andrew Scott) verliebt.

Feministischer Anspruch, weil: Die Protagonistin in Fleabag steht für das unvermeidliche Scheitern, das Frauen im Patriarchat erleben müssen, die sich nicht mit der Rolle des demütigen Mäuschens zufriedengeben wollen. „Fleabag“ eckt an, weil die Gesellschaft sie nur kleinhalten will. Darüber ist sie wütend, was sie noch mehr zur belächelten Außenseiterin macht. Sie versucht, sich dem Patriarchat zu unterwerfen und alles richtig zu machen, was zu absurd komischen Alltagssituationen führt. Aber auch daran muss sie scheitern, weil sie eigentlich viel zu cool und selbstbewusst dafür ist. Die Serie setzt selbstverständlich auf satirische Überzeichnung – allein die erste Szene, in der „Fleabag“ sich pedantisch genau in letzter Minute aufs mitternächtliche Sex-Date vorbereitet (alles rasieren, was geht, Reizwäsche anziehen usw.) erscheint auf den ersten Blick lächerlich-absurd, aber es steckt ein wahrer Kern in diesen Beobachtungen. Daher ist das Lachen bei Fleabag immer eines, das im Halse stecken bleibt, weil man als Frau jede Situation so gut wieder- und die Tragik dahinter erkennt.

Was Fleabag so grandios und unerbittlich schildern kann, sind die unmöglichen Forderungen, die das Patriarchat an Frauen stellt. Frauen sind nie genug. Nicht schön genug, nicht erfolgreich genug, im Zweifelsfall auch nicht feministisch genug. (Fleabag: „I have a horrible feeling I am a greedy, perverted, selfish, apathetic, cynical, depraved, morally bankrupt woman who can’t even call herself a feminist.“) „Fleabag“ ist kaputt. Und das macht einen als Zuschauerin erst richtig wütend.

Fleabag spricht zudem tatsächliche gesellschaftliche Tabus an, z.B. weibliche Masturbation, die Menstruation und den weiblichen Sexualtrieb. „Fleabag“ ist ganz weit entfernt von dem Klischeebild der Frau als passivem Häschen, das sich nur vom Mann führen und zum Sex überreden lassen will.

Besonderheit: Zu erwähnen gäbe es noch so viele Dinge, z.B. die intensiv erzählte Schwestern-Beziehung in der Serie. „Fleabag“ fühlt sich ihrer erfolgreichen Schwester Claire unterlegen, diese wirft ihr trotzdem immer vor, sich in den Mittelpunkt drängen zu wollen.

Die Art der Inszenierung ist ebenfalls besonders: „Fleabag“ schaut immer wieder direkt in die Kamera und gibt kleine spitze Kommentare zu ihrer Umwelt und ihren Weggefährten ab. Sie zieht damit die ZuschauerInnen in ihr Vertrauen, macht sie zu Verbündeten. Das wirkt zum Glück gar nicht albern, sondern setzt der Situationskomik oft noch ihre Spitze auf.

Habt ihr noch weitere Tipps für tolle feministische Serien? Dann schreibt eure Empfehlungen in die Kommentare! Hier geht es zu Teil 1 der feministischen Serien-Empfehlungen.

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