„Du wolltest es doch“: Was der Sexismus aus uns Frauen macht

„Du wolltest es doch“: Was der Sexismus aus uns Frauen macht

Über den Jugendroman Du wolltest es doch wurde jetzt schon viel in der Bloggersphäre diskutiert. Dabei haben die meisten Rezensentinnen betont, dass das Buch wichtig sei, OBWOHL die Protagonistin so unsympathisch ist. Ich würde weiter gehen und sagen, das Buch ist wichtig, WEIL die Protagonistin ein selbstsüchtiges Miststück ist. Es geht nicht (nur) darum, Mitleid mit einem unsympathischen Mädchen zu wecken, dem die Schuld an seiner Vergewaltigung gegeben wird. Der Text macht vielmehr einen Rundumschlag. Er zeigt eine unaufhaltsame Kettenreaktion aus Sexismus, Tabuisierung weiblicher Sexualität, weiblichem Konkurrenzdenken und rape culture auf, die so auch außerhalb von Fiktion tagtäglich in unserer westlichen, modernen Gesellschaft stattfindet.

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Vergewaltigung als Vorgeschichte von Ermittlerinnen: Ein Kampf gegen die rape culture?

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Lisbeth Salander, Jessica Jones und Robin Griffin (Top of the Lake) sind nur drei aktuelle(re) Beispiele, die zeigen: Die weibliche Detektivin oder Ermittlerin hat in der Popkultur nicht nur gegen eine männerdominierte Berufswelt, sondern meist auch mit einer sexuell traumatischen Vergangenheit zu kämpfen. Mich hat interessiert, warum das so ist und ob die Vergewaltigung als Vorgeschichte wirklich der Kritik an sexueller Gewalt dient.

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