„Homegoing“ von Yaa Gyasi – Buchgespräche in Münchner Kneipen

„Homegoing“ von Yaa Gyasi – Buchgespräche in Münchner Kneipen

Wir treffen uns im Trumpf und Kritisch an der Münchner Freiheit. Hier sehen die Münchner so aus, wie man sie sich vorstellt, wenn man nicht aus München kommt. Rosa Poloshirts, Kaschmir-Pullover über den Schultern. Wir fallen aus zwei Gründen auf: Wir tragen Buntes und unser Gespräch dreht sich nicht um Geld, heiße Schnitten oder heiße Schlitten. Die drei (Jura?-)Studenten neben uns mustern uns mit Vorsicht.

Wir sind aber so vollkommen begeistert von unserem August-Buch, dass es uns auch egal sein kann. „Homegoing“ von Yaa Gyasi gehört, wie wir beide feststellen, zu den besten Büchern, die wir seit Langem gelesen haben. Es fehlt nicht viel zur Schnappatmung, so viel wollen wir so schnell dazu sagen.

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„The Bell Jar“ – Buchgespräche in Münchner Kneipen

„The Bell Jar“ – Buchgespräche in Münchner Kneipen

Zu unserer ersten Buchbesprechung, die wir aufzeichnen, treffen wir uns im Münchner Glockenbachviertel nach Feierabend. Es ist schweine-heiß. Wir steuern die „Schnelle Liebe“ an, setzen uns an einen kleinen Tisch draußen. Das Wichtigste zuerst: Weißweinschorle. Dann Smalltalk über Relevantes und weniger Relevantes. Das vorherrschende Gefühl: Wir treffen uns viel zu selten. Eigentlich sind wir aber nicht zum Spaß hier, vor uns liegen Notizen und zwei Ausgaben von Sylvia Plaths „The Bell Jar“. Ein stark autobiografischer Roman, der kurz vor Plaths Suizid das erste Mal erschien. Darin sieht sich Esther Greenwood im Amerika der frühen Sechziger mit Fragen der Identität als Frau, gesellschaftlichen Erwartungen und dem Druck der patriarchalen Welt konfrontiert.

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