„Ida“ von Katharina Adler – Buchgespräche in Münchner Kneipen

„Ida“ von Katharina Adler – Buchgespräche in Münchner Kneipen

Offensichtlich ist es zu früh, um an einem Samstag in Bahnhofsnähe eine Kneipe zu finden. Die ganze Welt pilgert zum Day-Drinking in billigen Lederhosen und Plastik-Dirndln zur Wiesn, aber wir müssen uns noch gedulden, bis das Cucurucu öffnet. Zeit, um über alles Nicht-Literarische zu sprechen.
Den Barkeeper stört es aber letztendlich doch nicht, dass wir uns schon mal reinsetzen. Ehrliche Freundlichkeit in der Wiesn-geplagten Stadt in Kombination mit sagenhafter Musikauswahl. Wir sind jetzt schon große Fans.

Auch von unserer Lektüre? Diesen Monat haben wir Katharina Adlers Roman „Ida“ gelesen. Es ist die Geschichte der Urgroßmutter der Autorin, die der Welt als Freuds Fall „Dora“ bekannt ist. Vor einigen Monaten – noch vor Erscheinungstermin – haben wir die Autorin bei der Veranstaltungsreihe „Atelier Monaco“ in der Monacensia gesehen. Die Lesung hat uns so begeistert, dass wir das Buch direkt nach dem Erscheinungstermin auf die To-Read-Liste gesetzt haben.

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„Homegoing“ von Yaa Gyasi – Buchgespräche in Münchner Kneipen

„Homegoing“ von Yaa Gyasi – Buchgespräche in Münchner Kneipen

Wir treffen uns im Trumpf und Kritisch an der Münchner Freiheit. Hier sehen die Münchner so aus, wie man sie sich vorstellt, wenn man nicht aus München kommt. Rosa Poloshirts, Kaschmir-Pullover über den Schultern. Wir fallen aus zwei Gründen auf: Wir tragen Buntes und unser Gespräch dreht sich nicht um Geld, heiße Schnitten oder heiße Schlitten. Die drei (Jura?-)Studenten neben uns mustern uns mit Vorsicht.

Wir sind aber so vollkommen begeistert von unserem August-Buch, dass es uns auch egal sein kann. „Homegoing“ von Yaa Gyasi gehört, wie wir beide feststellen, zu den besten Büchern, die wir seit Langem gelesen haben. Es fehlt nicht viel zur Schnappatmung, so viel wollen wir so schnell dazu sagen.

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„The Bell Jar“ – Buchgespräche in Münchner Kneipen

„The Bell Jar“ – Buchgespräche in Münchner Kneipen

Zu unserer ersten Buchbesprechung, die wir aufzeichnen, treffen wir uns im Münchner Glockenbachviertel nach Feierabend. Es ist schweine-heiß. Wir steuern die „Schnelle Liebe“ an, setzen uns an einen kleinen Tisch draußen. Das Wichtigste zuerst: Weißweinschorle. Dann Smalltalk über Relevantes und weniger Relevantes. Das vorherrschende Gefühl: Wir treffen uns viel zu selten. Eigentlich sind wir aber nicht zum Spaß hier, vor uns liegen Notizen und zwei Ausgaben von Sylvia Plaths „The Bell Jar“. Ein stark autobiografischer Roman, der kurz vor Plaths Suizid das erste Mal erschien. Darin sieht sich Esther Greenwood im Amerika der frühen Sechziger mit Fragen der Identität als Frau, gesellschaftlichen Erwartungen und dem Druck der patriarchalen Welt konfrontiert.

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